Sonntag, 31. Januar 2010
Gaby und Susi kommen aber auf andere Themen und stellen sich etwas mehr abseits um die Männergespräche nicht durch Frauengespräche zu stören. Gaby erzählt Susi, dass sie mit Pitt sehr glücklich ist und wie harmonisch und aufregend ihr Leben geworden ist. Sie will ihr Studium fertig machen und hat sich auch schon nach einem möglichen Arbeitsplatz umgeschaut. Dieser hat sich nicht in der Nähe ihrer Wohnung finden lassen und beide überlegen noch ob es zu einem Umzug kommen wird oder ob sich eine andere Möglichkeit ergibt. Ihr Studium ist schon in sechs Monaten beendet. Es wird ein hervorragender Abschluss werden und sie träumt davon in ihrer eigenen Praxis zu arbeiten. Alle sind so in die Gespräche vertieft, dass sie nicht bemerkt haben, dass sich die Bar merklich gefüllt hat und auch die Sitzgelegenheiten nun alle bestzt sind. Die Musik ist ein wenig lauter geworden. Susi schaut sich um und bemerkt, dass sich die anderen Gäste in Abendgarderobe befinden. Erst jetzt fällt ihr auf, dass sie sich in einer auf das feinste ausgestatteten Bar befindet. Die Sitzpolster sind in einem dezenten beige gehalten, mit kleiner Goldbordüre. Kleine Sitzflächen und doch gemütlich. Das Holz der Verkleidungen ist hell und hat dezente Maserung, es passt hervorragend zu den Glastischchen auf den Messingfüssen. Mit der Dekoration hat man auch gespart, stattdessen hängen moderne Bilder in dezenten Rahmen an den Seiten der Sitznischen. Die gesamte Theke ist in einem Oval gebaut inmitten des großen Raumes und mit nunmehr 4 Mitarbeitern bestückt, die für die Gäste fast jeden Wunsch erfüllen.
Nun hat auch Harry entdeckt, dass die Frauen etws abseits stehen und macht auf sich aufmerksam, indem er zuerst sein Gespräch beendet, sich abrupt suchend umschaut und dann laut nach seiner Susi ruft. Peinliche Stille erntet er und alles schaut ihn an, auch Susi ist ganz still und hebt kurz die Hand, zum Zeichen und kommt auf ihn zu. Gaby muss auch lachen und bricht damit das Schweigen um sie herum. Die anderen Gäste lachen nicht, sie schauen die Gruppe nur von oben bis unten an und drehen sich wieder weg. "So, was meint ihr" fragtPitt "haben die Damen ein kleines Hungerloch und könnten wir vielleich dabei weiter erzählen? Lass uns hier im Hotelrestaurant etwas essen, hier gibt es ein reichliches Buffet oder man kann auch von der Karte bestellen." Alle sind damit einverstanden und trinken noch gemütlich ihre Gläser leer.
Die beiden Mädels verschwinden noch zur Toilette. Sie sind überrascht in welche "Halle " sie eintreten. Sogar die leise Musik aus der Bar kann hier über Lautsprecher gehört werden. Die Wände und der Fußboden sind aus weißem glänzenden Marmor, die Armaturen schimmern wie geputzt aus Messing, die Spiegel sind so groß das man sich von oben bis unten betrachen kann, Es gibt Deodorant, Haarspray, diverse Toilettenartikel für Frauen zu freien Verfügung und eine etwas rundliche aber sehr saubere und gutaussehende Frau die alles sauber und in Odnung hält. "Ich möchte wetten, dass wenn mir jetzt die Naht aufreißt, dann hat sie noch Nähzeug und kann mir die Naht wieder zunähen" flüstert Susi aus der Toilette nebenan und beide kichern leise.
Sie waschen sich noch die Hände, werfen einen kontrollierenden Blick in den Spiegel, schminken sich die Lippen nach und verlassen die Örtlichkeit. Schmunzeld gehen sie auf die wartenden Herren zu und flöten "wir können nun "-
Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten finden sie das Restaurant, welches sich im unteren Geschoss des Hotels befindet und dort schon viele Gäste Platz genommen haben. Sie werden gemustert als sie den Raum betreten und auch gleich von einem Oberkellner begrüßt. Dieser füht sie an einen Tisch und rückt den Damen die Stühle zurecht. Sie bestellen die Getränke, diesmal keinen Alkohol und wollen sich am Buffet ihre Speisen holen.
Die Auswahl ist groß und reichhaltig. Die Wahl fällt nicht leicht. Pitt überlegt zeimlich lange und geht ganz langsam um mit Ruhe auszuwählen. Die anderen haben sich schon mit kleinen Häppchen auf dem Teller zum Tisch zurückbewegt. Plötzlich wird Pitt als er einen kleinen Schritt zurückmacht angerempelt, obwohl der Platz ausreichend ist. Der Mann entschuldigt sich bei Pitt. Es scheint ihm peinlich zu sein und Pitt betont es sei nichts passiert, doch der Mann ist schon weg. Wie vom Erdboden verschwunden. Pitt glaubte für einen Moment lang das Gesicht dieses Mannes schon einmal gesehen zu haben und ihn zu kennen. Doch es fiel ihm nicht ein und schließlich glaubt er das er sich irren muß.
"Alle Augen warten auf dich" sagt Kurt und freut sich nun darauf endlich seine Auswahl vom Buffet zu kosten. Während sie genüßlich essen, erzählt Pitt von seinem kleinen Erlebnis. "Ich kenne diesen Mann, ich weiß nur noch nicht woher. Es fällt mir im Moment nicht ein, aber ich denke darüber nach." "Du solltest hier nicht über solche Banalitäten nachdenken, das war doch nur ein Versehen und schließlich hat sich der Mann ja auch entschuldigt" gibt Harry zu bedenken. "Genau" meint Kurt "lass uns die Zeit hier anders nutzen und lass das Grübeln sein".
"Ja", aber warum ist er so schnell verschwunden und hat sich nicht mehr bedient, außerdem war in seinem Gresicht so eine Art Überraschung zu lesen und ich frage mich nun mal was das sollte. Schließlich war auch noch genug Platz da, es brauchte nicht zu diesem Zusammenstoß zu kommen."
Wer war der Mann?
War es Zufall oder Absicht?
Sind alle ausreichend und angemessen gekleidet?
Sonntag, 24. Januar 2010
Ankunft in St. Moritz
Nach mehreren Stunden eintöniger Autobahnfahrt, nur unterbrochen von kleineren Streitigkeiten zwischen Harry und Pitt, welcher Musikstil denn nun im Wagen gehört werden soll, erreichen sie den Grenzübergang in Basel.
„He Harry, spur gefälligst rechts ein,“ blafft Pitt.
„Wieso,“ fragt Harry erstaunt zurück, „da stehen aber mehr Wagen.“
„Weil du eine Vignette kaufen musst,“ antwortet Pitt lehrmeisterlich, „oder willst du den Rest der Strecke alles Überland fahren?“ Natürlich will das Harry auch nicht und ordnet sich hinter der Schlange der wartenden Autos ein. Nach zehn Minuten hat er die Spitze erreicht, zahlt die vierzig Franken und nimmt die Autobahnvignette entgegen. Mit Widerwillen pappt er den Kleber hinter den nagelneuen Rückspiegel an die nagelneue Windschutzscheibe seines nagelneuen Kombis.
„So, und jetzt mit Vollgas in Richtung Graubünden,“ sagt Harry mit einem Grinsen und beschleunigt.
„Das mit dem Vollgas kannst du gleich vergessen,“ meint Pitt.
„Warum denn das?“
„Weil hier in der Schweiz eine Geschwindigkeitsbeschränkung herrscht. Du darfst nur maximal hundertzwanzig fahren.“
Im Ernst,“ fragt Harry ungläubig, „überall?“
„Nein.“ antwortet Pitt.
„Da fällt mir aber ein Stein vom Herzen.“
„Nicht überall, Es gibt auch Strecken, da darf man nur hundert oder sogar achtzig fahren.“ Harrys Gesicht wird lang und länger.
„Und dafür zahlt man auch noch,“ sagt er resigniert.
Nach knapp zweieinhalb Stunden erreichen sie die Ausfahrt Landquart wo sie die Autobahn verlassen und in Richtung Prättigau fahren. Fünfzig Minuten später fahren sie über die Umfahrungsstrecke bei Klosters zum Autoverlad Vereina-Tunnel. Auf der anderen Seite im Engadin angekommen setzen sie die Fahrt in Richtung St. Moritz durch die herbe Bündner Bergwelt fort. Vorbei an La Punt-Chamues-ch das am Fusse des grossen Albula-Passes liegt und Samedan, das den höchstgelegenen Flugplatz von Europa beherbergt, fahren sie durch eine Talenge, hinter der sich das auf 1822 Metern über Meer liegende St. Moritz im schönsten Sonnenschein zeigt.
„Hier also geben sich die Reichen und Schönen ein Stelldichein,“ meldet sich Gabriela von der Rückbank her zu Wort. Am gleich neben der Strasse liegenden Seeweg sieht man auch diverse Frauen jeglicher Couleur in dicken Pelzmänteln und Untertassen grossen Sonnenbrillen flanieren und ihren teuren Schmuck und den kleinen Hund, Marke Edelratte, an der frischen Luft spazieren tragen.
Nach wenigen Minuten hält Harry den Kombi vor dem Eingang des Hotels Padrutt's Palace Hotel. Alle drei steigen mit grossen, staunenden Augen aus dem Wagen und betrachten das Gebäude ungläubig.
„Bist du sicher, dass wir hier richtig sind,“ fragt Harry erstaunt, „das ist ja ein kolossaler Luxustempel.“
„Ganz sicher,“ erwidert Pitt, „der neue Bürgermeister und die Stadt Duisburg lassen sich nicht lumpen.“ Er pfeift anerkennend durch die Zähne. „Weil wir den letzten Fall so souverän gelöst haben, werden uns diese Ferien bezahlt.“ Aber auch Pitt ist von der Grosszügigkeit überrumpelt. „Dass wir aber in solch einem Luxusbunker nächtigen dürfen überrascht auch mich.“
Ein livrierter Page eilt mit einem Koffertrolley aus dem Eingang des Hotels und fragt Harry nach dem Gepäck. Dieser öffnet die Heckklappe und der Hotelboy beginnt gleich damit, die Koffer auszuladen.
„Die Schachtel auch?“ fragt er. Pitt eilt herbei und nickt. Unter seinem wachsamen Blick wird das Behältnis auf die Koffer gestellt und verschwindet kurz darauf mit dem Pagen im Eingang des Hotels. Zur gleichen Zeit verlangt ein anderer Page den Wagenschlüssel von Harry und fährt den Kombi in das hoteleigene Parkhaus. Unterdessen werden die drei von den ein- und ausgehenden Hotelgästen beim Vorbeigehen abschätzig von oben bis unten gemustert. Denn sie entsprechen in ihrer normalen Freizeitbekleidung überhaupt nicht dem sonst typischen Hotelgast. Ich trage vielleicht nicht luxuriöse Kleidung, dafür ist mein Gesicht natürlich hübsch und nicht von irgendwelchen Schönheitschirurgen zu toten Masken geliftet worden, denkt sich Gabriela.
„Pitt Brett ist mein Name,“ sagt er seinem Gegenüber an der Rezeption, einem distinguiert wirkenden, etwas herablassenden Concierge, der dann blasiert antwortet: „Herr Brett“...Pause....“Ah, ja.“...Pause...“Ich sehe, sie reisen zu viert.“...Pause...“Darf ich sie höflich bitten, die Anmeldung auszufüllen?“ und schiebt Pitt ein Formular in einer Ledermappe über den Tresen, dazu einen Füller, der wahrscheinlich knapp eine vierstellige Zahl gekostet hat. Pitt beginnt mit dem Ausfüllen, als ihm plötzlich eine Frage durch den Kopf geht.
„Wieso vier? Wir sind nur zu dritt,“ sagt er zum Concierge.
„Ich zähle wohl nicht, wie?“ sagt eine weibliche Stimme links hinter ihm. Er dreht sich um und sieht Susi breit grinsend eng umarmt mit Harry, der auch sein breitestes Grinsen aufgesetzt hat.
„Überraschung!“ schreien die beiden zusammen.
„Ihr seid doch Idioten, mich so zu erschrecken,“ schreit Pitt amüsiert.
„Selber Idiot,“ neckt ihn Susi. Es folgen Umarmungen und Küsse zur Begrüssung mit lautstarken und deftigen Sprüchen.
Der Concierge verdreht verzweifelt die Augen zur Decke und wundert sich, was dieser Pöbel hier in diesem, seinen, Hotel zu suchen hat, und er versucht krampfhaft, seine Contenance zu wahren. Er ist froh, kann er diese Personen der Obhut eines Pagen übergeben, der die vier zu ihren Zimmern führt. Auf dem Weg dorthin überlegt Pitt fieberhaft, wieviel und ob überhaupt ein Trinkgeld für den Pagen üblich ist. Nachdem sie ihre Räumlichkeiten gezeigt bekommen haben, drückt Pitt dem Pagen einen Fünfeuroschein in die Hand. Der bedankt sich und zeigt ein Grinsen das deutlich mitteilt, dass er sonst einiges mehr an finanzieller Zuneigung gewöhnt ist.
„Treffen wir uns in dreissig Minuten unten an der Bar?“ fragt Pitt Harry, der bejahend nickt. Danach ziehen sich die beiden Paare in ihre für die nächsten zwei Wochen gehörende Wohnungen zurück. Auch die Unterkunft stellt ihre Fantasie weit in den Schatten. Nach dem Betreten eines grossen Vorraumes gelangt man durch einen Bogendurchgang in ein riesiges Wohnzimmer an das ein ebenso riesiges Schlafzimmer angrenzt, mit einem wunderschönen Himmelbett, auf dessen Kissen frische Rosenblätter und jede Menge verschiedene Schokoladen liegen. Auf der anderen Seite betritt man ein Badezimmer, das es in der Grösse beinahe mit der gesamten Fläche von Pitts Wohnung aufnehmen kann. Vergoldete Armaturen, Boden und Wände aus weissem Marmor und eine Badewanne mit eingebauten Sprudeldüsen. Die Wanne bietet Platz für eine ganze Fussballmannschaft, denkt sich Pitt und seine Fantasie hüpft zwischen den verrücktesten Fantasien hin und her, was er mit Gabriela alles da drin machen könnte.
„Was träumst du da im Bad rum?“ fragt Gabriela aus dem Schlafzimmer.
„Ach, nur so,“ antwortet Pitt gedankenverloren.
„Wir müssen langsam auf den Weg,“ sagt Gabriela und schmiegt sich von hinten an seinen Körper, „die anderen warten sicher schon.“
„Sollen doch warten,“ mault Pitt. Aber er gibt sich dennoch einen Ruck und begleitet Gabriela in den Barbereich des Hotels. Dort angekommen grinst ihm ein bekanntes Gesicht frech entgegen.
„Kurt, du alte.....“
Warum ist Kurt in dem Hotel?
Sind sie wirklich im richtigen Hotel?
Müssen sie jetzt noch teure Kleidung kaufen?
Sonntag, 17. Januar 2010
Die verschobene Hochzeit
Nun reg dich mal nicht so auf, jetzt fahren wir erst mal in den Schnee.....
Scheiß auf den Schnee, ich wollte vorher den Termin und der ist uns zugesagt worden, dämliche Röckchenträger......
Jetzt reiß dich mal zusammen und such deine Sachen raus, oder willst du etwa nackig mit Herr Brett?
Ich nackig???? warum nicht, mein Adoniskörper ist eh ne Aufwertung für St. Moritz, oder willst du das abstreiten?
Ich???? um Himmels willen nein, aber jetzt hau rein und such deine Sachen raus, Harry ist gleich hier und holt uns ab, du hast ja nun mal kein gescheites Auto....
Ich hab wohl ein gescheites Auto, nur nicht das Glück, daß der Audibesitzer grade Harry ausgesucht hat und ihm den Wagen geschenkt hat. Harry hat natürlich auch das Glück, daß er die Kiste gegen den neuen Benz eintauschen konnte, der Glückliche.
Pit kramt lustlos in seinem Schrank rum und sucht sich ein paar Ski-Klamotten raus.
Hör mal Baby, wie wärs, wenn wir in St. Moritz heiraten???
Kommt gar nicht in Frage, wir heiraten hier und damit basta, reg dich nicht so auf und mach endlich, sonst werden wir nie fertig. Schließlich ist alles schon gebucht und Kurt wartet auch nicht ewig.
Schließlich hat Pit alles zusammen in seinen Rucksack gestopft und geht auf den Speicher, holt seine Zweimeterzehnski und die Skischuhe und stellt sie in den Flur.
Länger geht´s wohl nicht spottet Gabi. Die kurzen Dinger taugen doch gar nix antwortet Pit, da drückt man ja nur etwas und schon fährt man den Berg wieder rauf. Nur Teletubbizurückwinker fahren mit den komischen Caravanskier oder wie das heißt.
Es klingelt
Pit macht die Tür auf und Harry kommt freudestrahlend rein. Alles fertig fragt er und schnappt sich Pit´s Skier, packt sie auf´s Dach und kommt wieder rein. Was ist denn los fragt er. Gabi antwortet, dem ist ne Laus über die Leber gelaufen, der ist sauer, weil´s mit der Hochzeit nicht geklappt hat, er wollte den Urlaub als Flitterwoche sehen, du weißt doch wie vernarrt er in Schnee ist.
Flitterwoche fragt Harry verdutzt, da macht man doch normalerweise was ganz anderes, ich zumindest würde das nicht mit Skifahren verwechseln.
Seid ihr endlich fertig mit dem Lästern, ich bin fertig und Ihr?????
Harry schnappt sich Gabi´s Koffer, Pit seinen Rucksack und alle gehen zu Harry´s Kombi, schmeißen die Sachen in den Kofferraum, Klappe zu und alle steigen ein.
Moment schreit Pit und steigt wieder aus, fünf Minuten später kommt er mit einem großen Karton wieder raus und wuchtet ihn in den Kofferraum.
Was ist denn das fragen Harry und Gabi, aber Pit schweigt eisern und fordert Harry auf endlich loszufahren, schließlich sei er ja auch dafür hier. Was grinst du eigentlich die ganze Zeit so seelig fragt Pit seinen Kollegen.
Ich und seelig grinsen?? grinst Harry zurück, ich grins nicht, ich freu mich, ich krieg nämlich Besuch in der Schweitz. Ach nee, antwortet Gabi, kenn ich den Besuch??
Ich glaub schon, aber mehr sag ich nicht antwortet Harry während sich Pit einen weggrinst.
So, nun aber los sagen alle Drei und Harry gibt Gas
Wer kommt Harry besuchen?
Was ist in dem Karton?
Kommen die Drei ohne Probleme durch?
Sonntag, 20. Dezember 2009
Das Ende
Am nächsten Morgen, am Frühstückstisch im Hotelrestaurant, lag dann auf einmal ein großer, brauner Umschlag auf seinem Platz und ein Blick auf den Inhalt ließ ihm eiskalte Schauer über den Rücken laufen. Er und Isabella, so wie Gott sie geschaffen hat in inningen Umarmungen und noch viel verfänglichen Stellungen.
"Hallo mein Freund" meldete sich da eine freundliche Stimme "Was meinst Du, Bürgermeisterlein, wenn Deine nette Frau, die Frau Bürgermeisterin, diese Bilder in ihrer Post findet? Dich mit Deinem Kopf zwischen den Schenkeln dieser Schlampe und mit Deinem Händen auf den Riesenbrüsten dieser - ja, nennen wir sie mal Dame........." Der Bürgermeister kannte diesen Mann aus dem Nachtclub, in den er bei seinen Urlauben im Berner Oberland gern mit Schreiner und der blonden Isabella feierte. Dort stand dieser Mann als Türsteher und sortierte die Gäste nach dem ersten optischen Eindruck aus. Leo Leopold, ein ehemliger Kleinkrimineller, der es verstand, sich geschickt aus allem herauszuhalten und aus diesem Grund noch nicht allzuviel Zeit im Gefängnis verbracht hatte. "Vielleicht kommen wir ja ins Geschäft"
Dann winkte er mit der rechten Hand und Schreiner, Moser senior und die Säger kamen auch an den Tisch.
In dieser illusteren Runde kam man dann schnell auf das Thema Industriespionage und der Bürgermeister wurde von seinen Freunden und dem Schweizer Leo Leopold in die Gruppe, genannt "die Korporation" eingeführt. Das auch der Schmuggel von Kokain und Edelsteinen von der Korporation betrieben wurde, erfuhr er dann aber erst später
"Ja, Herr Brett," sagt der Bürgermeister Pitt zugewandt." Schreiner, Vater und Sohn Moser, dieser Leopold sind die Köpfe der Korporation. Und dann waren noch einige Helfer, zum Beispiel die Säger, die als Lockvogel fungiert und mit ihren körperlichen Reizen alle Männer um den Finger wickeln kann, ich, der ich den Mosers und Ihrem Chef, Herr Brett, mit Alibis zur Verfügung stehen musste und dann noch einer in der Schweiz, der die Mikrofilme, das Kokain und die anderen Materialen lagerte. Ein gewisser Nyffenegger, bei der Schweizer Armee in irgendsoeiner Kaserne in irgendsoeinem Tal. Da hat keine Polizei irgendetwas gesucht, wer vermutet schon Schmuggelware beim Schweizer Milität?"
Harry nimmt das Geständnis auf und kurze Zeit später hat der Haftrichter den Haftbefehl ausgeschrieben und der Verdächtige wird in die Haftanstalt überstellt.
Nach wenigen Stunden meldet Kurt, dass Nyffenegger und Leopold sich sicher in Schweizer Gefängnissen befänden.
"Kommt, lasst uns ins `La Traviata´ gehen, dort können wir uns mit Susi und Gabi treffen und das Ende des Falls begiessen." Pitt und Harry rufen schnell ihre Freundinnen an und fahren dann in das Lokal.
Die Frauen treffen wenig später ein. Es wird gegessen und getrunken und als Krönung des Abends steht Pitt auf und schaut Kurt an - "Mein lieber Kurt, wir kennen uns noch nicht lange, aber wir sind nicht nur Kollegen, nein wir sind auch Freunde geworden. Und wenn Du morgen wieder in die Schweiz fliegst, dann wissen wir, dass Du in drei Wochen wieder hier sein wirst. Denn dann werden Gabi und ich auf dem Satndesamt in Duisburg Hamborn heiraten umd meine besten Freunde werden meine Trauzeugen sein - Du, Kurt und Du, Harry"
Montag, 7. Dezember 2009
Erkenntnisse aus einem Holzhaufen
Als Harry und Kurt beim Krankenhaus ankommen verlässt Pitt gerade das Gebäude. Die drei tauschen ihre Erkenntnisse aus und diskutieren über das weitere Vorgehen.
„Zuerst fahren wir ins Präsidium,“ sagt Pitt, „und statten dem Untersuchungslabor einen Besuch ab.“
Harry und Kurt nicken.
„Aber zuerst fordere ich einen Haftbefehl für den werten Herrn Bürgermeister an.“ Pitt zückt sein Handy und wählt die Nummer der Staatsanwaltschaft. „Ich will den Kerl in der Zelle sehen, damit wir ihn in die Mangel nehmen können.“
„Ich würde zu gern sein Gesicht sehen,“ sagt Harry zu Kurt, „wenn in seinem Büro plötzlich unsere Kollegen auftauchen und ihn verhaften.“
Kurt grinst: „Das wäre sicher ein tolles Schauspiel.“
Als Pitt sein Telefonat beendet hat, informiert er die beiden anderen darüber, dass die Einheit schon in Bewegung gesetzt wurde. Und zwar in die Messehalle, in der der Bürgermeister gerade eine Wahlkampfrede vor tausendfünfhundert geladener Gäste hält.
„Das wird ein Schauspiel der Extraklasse.“ ergänzt Kurt und seinen vorherigen Satz und grinst noch breiter.
Nachdem Harry erklärt hat, dass er sehr gerne noch Susi oben in ihrem Zimmer besuchen möchte, entscheiden die drei, dass Pitt und Kurt schon mal ohne ihn zum Untersuchungslabor fahren und dann dort auf ihn warten werden. Harry gibt Pitt den Schlüssel vom Audi und läuft in den Eingangsbereich des Krankenhauses.
Nach einer kurzen, rasanten Fahrt öffnet Pitt die Fahrertür, zieht den Schlüssel ab und wirft ihn dem völlig erstaunt dastehenden Chef des Fuhrparks der Polizei zu.
„Bitte volltanken, Scheiben putzen, Ascher leeren, das ganze Programm halt,“ sagt er mit ernster Miene in das verdutzt blickende Gesicht, „aber macht keinen Kratzer in den Lack!“ Als Pitt und Kurt den Eingang zum Revier betreten, steht der Mann immer noch mit offenem Mund vor dem Wagen. Im Gebäude dann brechen die beiden in schallendes Gelächter aus.
Nach wenigen Minuten betreten sie die Räume der Spurensicherung und lassen sich vom leitenden Beamten zu den Bruchstücken des Flügels führen.
„Meine Leute haben einige interessante Sachen in den Trümmern gefunden,“ beginnt er stolz zu erklären, „zum einen haben wir die gesamte Ausrüstung zur Herstellung von Mikrofilmen in den stärkeren Teilen der Konstruktion gefunden.“ Er hält Kurt und Pitt einige undefinierbare Metallteile vor das Gesicht. „Zum anderen war der Flügel selbst durch und durch mit geheimen Schubladen und Fächern durchsetzt. So eine eigenartige Konstruktion habe ich noch nie zuvor gesehen. In einem der Fächer befand sich ein kleiner Beutel mit Rohdiamanten, in einem anderen befanden sich einige rohe Pässe aus verschiedenen Ländern und in einem Fach konnten wir noch Spuren von Kokain nachweisen.“
„Ein perfektes Schmuggler Utensil, dieser Flügel,“ meint Kurt zu Pitt.
„Etwas Eigenartiges haben wir auch noch gefunden,“ erklärt der andere weiter, „eine genial durchdachte Musikanlage mit MP3 Player und passenden, leistungsstarken Lautsprechern.“
„Hat der Moser also nicht gelogen,“ sagt Pitt, „als er sagte, er könne nicht so gut spielen und brauche Playback Unterstützung.
„Und was ist mit einem Film, einem Mikrofilm?“ fragt Kurt.
„Haben wir auch einen gefunden. Ist schon im anderen Raum zur Entwicklung. Den Film haben wir unter dem im Deckel eingelassenen Kreuz gefunden.“
„Wenn sich darauf eine Formel befindet,“ sagt Pitt energisch, „dann sofort weitergeben in die wissenschaftliche Abteilung. Die sollen sich dann umgehend darum kümmern. Ich will wissen, was diese Formel bedeutet und was sie bewirkt. Das hat absolute Priorität.“ In dem Moment klingelt sein Handy. Nach wenigen Augenblicken trennt er die Verbindung wieder und sagt zu Kurt: „Unser neuer Ehrengast wurde soeben gebracht und wartet im Vernehmungsraum auf uns.“
Beide machen sich sofort auf den Weg, um den Bürgermeister einem Verhör zu unterziehen. Dort angekommen, bleibt Kurt hinter dem grossen Spionspiegel stehen, während dem Pitt den Raum betritt und sich vor den sichtlich stinksauren Bürgermeister stellt. Dieser beginnt auch gleich zu poltern: „Was soll diese Scheisse hier? Mich vor meinen Wählern dermassen bloss zu stellen? Mich so zu blamieren? Das wird ein rechtliches Nachspiel haben für sie, darauf können sie sich schon mal gefasst machen. Sie wissen gar nicht, mit wem sie es zu tun haben,“ schreit er Pitt an.
„Doch, weiss ich,“ entgegnet Pitt völlig ruhig, „sie sind ein kriminelles Schwein, das den Rest seines Lebens wohl hinter Gittern verbringen wird.“
Der Bürgermeister starrt Pitt einen Moment fassungslos an bevor er schreit: „Ich bin nicht kriminell. Ich bin der Bürgermeister und Politiker.“
„Allein das reicht schon um kriminell zu sein,“ entgegnet Pitt trocken.
Kurt fällt fast um vor Lachen. Zu seinem Glück ist der Spiegel nicht nur Sicht- sondern auch Schalldicht.
„Ich sorge dafür, dass sie ihren Job los sind. Ich will sofort mit ihrem Vorgesetzten, Herrn Schreiner, sprechen. Wir sind nämlich gute Freunde, und er wird ihnen den Arsch bis zum Genick aufreissen,“ tobt der Bürgermeister mit hochrotem Kopf.
„Ich möchte eigentlich auch sehr gerne mit Herrn Schreiner sprechen,“ antwortet Pitt, „aber leider ist er tot. Mein Partner musste ihn in Notwehr erschiessen.“
Bei diesen Worten weicht sämtliche Farbe aus dem Gesicht des Bürgermeisters und er lässt sich schwer auf den hinter ihm stehenden Stuhl fallen. „Sie sehen,“ fährt Pitt ungerührt fort, „ihre Rückendeckung können sie vergessen. Die Säger hat auch ausgepackt, wie der junge Moser. Es ist also besser, sie reden mit uns, dann können wir auch dafür sorgen, dass ihnen nichts passiert. Im anderen Fall müssten wir sie ohne Schutz laufen lassen. Und ich glaube kaum, dass ihre sogenannten Geschäftspartner der Korporation lange zögern würden, ihnen auch das Licht auszublasen.“ Pitt dreht sich um und verlässt ohne ein weiteres Wort den Raum. Er und Kurt beobachten wie der Bürgermeister nervös in dem engen Raum hin und her tigert. Nach einer halben Stunde betritt Pitt den Raum wieder, setzt sich hin und schaut den schwitzenden Bürgermeister fragend an.
„Also gut, wenn sie mir für meine Sicherheit garantieren können, dann packe ich aus.“
Ein leichtes Lächeln umspielt Pitts Mundwinkel. „Das können wir,“ antwortet er gelassen, „sie bekommen bis zur Verhandlung eine Zelle im Hochsicherheitstrakt. Dafür will ich aber die Namen, die hinter der Korporation stehen, und zwar alle,“ fordert Pitt.
Packt der Bürgermeister aus?
Wer steckt hinter der Korporation?
Kann Pitt wirklich für die Sicherheit sorgen?
Wird der Bürgermeister wieder gewählt?
Mittwoch, 25. November 2009
bei Moser Junior
„Nix aber auch gar nichts ist ihm zu entlocken, der schweigt wie eine Auster“
„Sag ihm einfach, daß wir ihn dann vorläufig freiassen müssen und das draußen ein Paar Leute rumlungern“ entgegnet Kurt und grinst verschmitzt.
Gute Idee“ sagt Harry und geht schnurstracks wieder in den Vernehmungsraum.
Hör mal mein lieber Junior, ich habe grade mit dem Richter gesprochen und der Sagt, wenn Sie nicht reden, müssen wir Sie leider vorläufig entlassen. Aber für Ihre Sicherheit können wir nicht garantieren.
Auf gar keinen Fall will ich jetzt ohne Bewachung raus, mein Leben steht auf dem Spiel, denken Sie daran wie mein Vater endete ich rede
Harry setzt sich hin und schaltet den Recorder ein.
Also erst mal, so ein guter Pianist bin ich gar nicht, oft habe ich eine Musikanlage laufen lassen. Mit der neuesten Technik ist da kein Unterschied zu hören.
Harry unterbricht ihn „Ihre musikalische Ader interessiert hier gar nicht, es geht Einzig und allein um die Sache mit dem Mikrofilm
Moser hustet
Wir alle sind nur knapp dem Tod entronnen. Die Killer arbeiten für eine Organisation, eine Korporation, die sich auf Industriespionage spezialisiert hat. Wenn Man ihr beikommen will, so wird man zerstört oder aber sie korrumpieren einen so, daß er gezwungenermaßen mitmachen muß. Der Microfilm, um den es hier geht, ist etwas ganz besonderes. Er stellt ein Verfahren dar, daß man Metall so herstellen kann, daß die Haltbarkeit bis auf den Tag genau bestimmt werden kann. Stellen Sie sich mal vor, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben, wieviel Geld man damit scheffeln kann, Milliarden, von der Machtfülle die die Korporation damit gewinnt ist unvorstellbar. Die Eisenhüttenwerke sind schon länger marode und Vater wurde gezwungen da mitzumachen. Er hatte überhaupt keine Möglichkeit da raus zu kommen.Aber am Ende bekam er Angst und wollte aussteigen und das Verfahren der Metallherstellung öffentlich machen. Das Ergebnis kennen Sie ja. Ich mußte zuschauen.Daher habe ich auch in einem unbewachten Moment die Börse meines Vaters an mich genommen und sie weggeworfen. Der Bürgermeister ist auch darin verstrickt. Er ist sogar ganz hoch oben angesiedelt. Das Geld für seine Wahlkämpfe hat er sich natürlich selbst aus dem Vermögen der Korporation genommen und das nicht zu knapp. Warum sind wohl einige Kandidaten sehr früh aus dem Rennen gewesen? Die haben entweder die Hand aufgehalten oder aber sind dazu gezwungen worden. Machen sie sich eins ganz klar, die Sache ist für uns noch lange nicht ausgestanden, es sei denn, Sie geben die Formel frei und der Manipulation in der Herstellung ist nicht mehr möglich, da ja dann alles nachgewiesen werden kann.
Moser schweigt eine Weile
Mit der Säger wollte ich im Ausland untertauchen und habe daher meinen Vater ein wenig unter Druck gesetzt, aber er war ja Pleite und daher habe ich mich auf einen Deal mit der Korporation eingelassen. Wenn Sie bloß nicht soviel Glück gehabt hätten, wären wir schon längst untergetaucht.
„Namen“ erwiedert Harry nur.
Den einzigen, den ich in der oberen Etage kenne ist der Bürgermeister. Die ganze Korporation setzt sich aus ziemlich hohen Tieren in Politik und Wirschaft aus allen Erdteilen zusammen. Halt, in Genf ist auch ein Hauptmann der Polizei beteiligt.
„Das reicht erstmal“ antwortet Harry und sagt den Wärtern „Einzelzelle im Hochsicherheitstrakt und schärfste Bewachung. Die Wärter werden alle mit Maschinenpistolen ausgerüstet und nur die Besten kommen vor die Tür. Keiner, aber auch Keiner darf ohne Brett´s oder meiner Zustimmung zu ihm.“
Harry verläßt den Raum und geht zu Kurt.Dieser sagt „Einiges passt zu dem was die Säger gesagt hat, aber da ist noch viel Klärungsbedarf, zumindest haben wir jetzt einen, den wir dringend vernehmen müssen. Hoffentlich findet die Spurensicherung den Film, Eine Kopie würde ich gerne mitnehmen und unserer Forschungsabteilung geben.
So, jetzt komm, wir fahren zum Krankenhaus, Pitt ist schon da und so wie ich den einschätze, macht der grad nen Heiratsantrag, ich seh vor lauter Gesülze schon förmlich den Sabber den Bordstein runterlaufen“
Harry lacht laut auf und beide gehen zur Straße und sehen zu ihrem Entzücken den Audi. Harry geht zurück, holt den Schlüssel, setzt sich ans Steuer, fährt los und würgt den Motor ab. Kurt kriegt sich vor lauter Lachen kaum noch ein, aber Harry schafft es schließlich doch.
Kommt der nächste Heiratsantrag?
Was passiert mit dem Audi?
Kriegt Kurt auch noch was ab?
Wird die Formel öffentlich gemacht?